Gutachten Unternehmenswert Firmenwert 3D GmbH Wirtschaftsprüfer
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Was ist der Verkaufswert meines Unternehmens?

Es gibt viele Gründe für den Verkauf einer Firma, einer Praxis oder von Anteilen an einer GmbH oder einem Unternehmen. Aber egal welcher Grund für den Verkauf Ihres Unternehmens oder von Anteilen spricht – altersbedingter Verkauf, veränderte private oder geschäftliche Umstände oder der Wunsch eine neue Geschäftsidee umzusetzen und Kapital zu generieren – es gibt einiges zu beachten um einen guten Verkaufspreis zu erzielen. Da ein Unternehmensverkauf für die meisten Verkäufer kein Routinevorgang ist, möchten wir Ihnen hier ein paar Praxistipps zur Unternehmensbewertung geben.

Die häufigsten Fehler beim Verkauf eines Unternehmens

Im Zentrum der meisten Unternehmens oder Anteilsverkäufe steht das Geld - der Verkäufer möchte einen möglichst hohen Kaufpreis erzielen. Den meisten Verkäufern ist es wichtig, dass das Unternehmen verantwortungsvoll fortgeführt wird und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter erhalten bleiben. Der Verkauf soll schnell und kostengünstig abgewickelt werden. Eine Unternehmensnachfolge steht oft im Spannungsfeld von Geld und Emotion und hieraus entstehen nach unserer langjährigen Erfahrung in der Unternehmensbewertung ein paar klassische Fehler:

  1. Der planlos durchgeführte Unternehmensverkauf: Es ist sehr verlockend sein Unternehmen auf eine Internetbörse einzustellen und sich die Kosten für professionelle Beratung zu sparen. Ein Unternehmenskauf löst aber immer rechtliche und steuerliche Folgen aus und die finanziellen Risiken, die hieraus entstehen sollten man kennen und Liquidität hierfür einplanen. Ein hemdsärmelig durchgeführter Verkaufsversuch Ihrer Firma kann sich erheblich auf den erzielbaren Verkaufspreis Ihres Unternehmens auswirken, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Banken verunsichern und Ihr Unternehmen schwächen.

Zwei weitere häufige Fehler beim Unternehmensverkauf oder GmbH Anteilsverkauf sind auf der emotionalen Ebene der Verkäufer zu finden. Mit der eigenen Firma verbindet der Unternehmer oder Freiberufler oft einen großen emotionalen Wert, der nicht immer der Marktlage entspricht. Ein Unternehmensverkauf ist vereinfacht betrachtet der gleiche Vorgang wie der Verkauf eines Produktes: Es muss einen Markt geben, das Produkt muss für den Kunden attraktiv sein und der Preis entsteht dann durch Verhandlung zwischen Käufer und Verkäufer. Hier entstehen zwei weitere häufige Denkfehler bei Unternehmensverkäufern:

  1. Im Fall altersbedingten Unternehmensnachfolge wird die Entscheidung das eigene Unternehmen zu verkaufen und zu übergeben oft weit über die Altersgrenze von 65 Jahren hinaus gezögert. Das Geschäftsmodell, Mitarbeiter- und Kundenstamm unterliegen, in der schnellen digitalen Wirtschaft, einem starken Konkurrenzdruck. Der Verkaufspreis eines Unternehmens sinkt im Zeitablauf wenn nicht in Anpassungen des Geschäftsmodells investiert wird. Zögern die Inhaber zu lange, bis sie sich von ihrer Firma trennen, wirkt sich das nachteilig auf den Firmenwert aus. Dieses Zögern kann teuer werden denn ein guter Verkaufspreis, für das eigene Unternehmen, ist oft ein wichtiger Baustein für die Altersversversorgung des Unternehmers.
  2. Ein weiterer Fehler tritt häufig bei Jungunternehmern der Start up Szene auf. Hier werden durch Berichte von Einhörnern aus Silicon Valley oft unrealistische hohe Erwartungen für Unternehmenswerte von Start ups erzeugt. Potentielle Investoren und Beteiligungsgesellschaften werden von unrealistischen Unternehmenswerten und unprofessionellen Unternehmenspräsentationen mehr abgeschreckt als angezogen und einen zweiten Versuch, den Investor zu überzeugen, gibt es in der Regel nicht.

Daher ist es ist wichtig, dass Sie Ihr Unternehmen objektiv betrachten und neutral bewerten lassen. Eine professionelle Unternehmensbewertung schafft Klarheit und bietet eine neutrale Grundlage für Ihre Verkaufsverhandlungen oder zur Gewinnung von Investoren.

Informieren Sie sich über alle finanziellen, rechtlichen und steuerlichen Konsequenzen, bevor Sie Ihr Unternehmen auf den Markt bringen.

 

Wir unterstützen Sie und Ihre Berater durch unser Unternehmenswert Exposee bei der Findung eines marktgerechten Verkaufspreises und erarbeiten mit Ihnen eine Präsentation Ihres Unternehmens, die Ihren Käufer oder Investor fundierte Entscheidungsgrundlagen für seine Due Diligence liefert.

Wie ermitteln kostenlose Unternehmenswertrechner Ihren Firmenwert?

Die meisten Unternehmenswertrechner beruhen auf pauschalen Bewertungsverfahren wie z.B. Branchenmultiplikatoren neudeutsch Muliples. Komplexere Software zur Berechnung des Unternehmenswertes, die Sie im Internet teilweise kostenlos downloaden oder käuflich erwerben können, bieten die Möglichkeit Unternehmenswerte nach modernen Verfahren zu berechnen. Diese Systeme setzen jedoch fundierte betriebswirtschaftliche, steuer- und gesellschaftsrechtliche Kenntnisse voraus um die Software mit relevanten Datenmaterial zu füttern.  Nur dann erhalten Sie einen fundierten Firmenwert, der von den Banken, Anwälten und Beratern Ihrer Unternehmenskaufinteressenten nicht auf den ersten Blick, in der Due Diligence, „zerpflückt“ wird. Das ein, mit einer einfachen App, berechneter Firmenwert in einem möglichen Gerichtsverfahren keinen Bestand hat, versteht sich von selbst.

Unternehmenswerte sind immer Zukunftswerte. Ein Unternehmenskäufer kauft – ähnlich wie beim Kauf einer börsennotierten Aktie – die Möglichkeit in der Zukunft mit dem Unternehmen Geld zu verdienen. Deshalb muss der Verkäufer in einer plausiblen Unternehmensanalyse- und Unternehmensplanung vermitteln, dass sein Unternehmen nach dem Verkauf langfristig Gewinne erwirtschaftet. Weder der Käufer noch der Verkäufer hat die Glaskugel um in die Zukunft zu sehen, daher wurden Unternehmensbewertungsverfahren entwickelt.

Es ist richtig, dass sich in Abhängigkeit vom gewählten Bewertungsverfahren unterschiedliche Unternehmenswerte ergeben, die in ihrer Höhe erheblich voneinander abweichen können. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Prämissen und Daten, die in die jeweilige Berechnung einfließen. Selbst die Anwendung eines Verfahrens kann eine Bandbreite von Unternehmenswerten berechnen wenn man unterschiedliche (realistische) Szenarien unterstellt. Unternehmensbewertung ist daher kein stupider Rechenvorgang, sondern bedarf der Erfahrung in der Anwendung des für Ihren Praxis- oder Unternehmensverkauf passenden Bewertungsverfahrens und einer fundierten Analyse Ihres Datenmaterials. Nur so kann ein plausibler Kaufpreises ermittelt werden.

Aus unserer Erfahrung sind Unternehmenswertrechner durchaus sinnvoll um ein Gefühl für die Unternehmensbewertung zu bekommen – eine professionelle Unternehmensbewertung können Sie nicht ersetzen.

Wie steigere ich den Verkaufswert meiner Firma?

Wir möchten Ihnen kurz ein paar wichtige Grundlagen und Bausteine aufzeigen, die Ihren Firmenwert steigern können:

  1. Der richtige Zeitpunkt zum Verkauf: Wenn es sich vermeiden lässt, sollten Sie Ihre Firma oder Ihre Geschäftsanteile nicht übereilt verkaufen. Nehmen Sie sich die Zeit sich über die Möglichkeiten, Ihr Unternehmen zu verkaufen, zu informieren und den Firmenverkauf zu planen. Nach unserer Erfahrung benötigen Sie in der Regel mindestens ein Jahr Vorlaufzeit um die „Braut zu schmücken“. Dann erzielen Sie einen guten Preis.
  2. Analysieren Sie Ihr Unternehmen und beheben Sie gesellschafts- und steuerrechtliche Stolpersteine:
  • Lässt sich zum Beispiel Ihr Kundenstamm, Ihre Kredite, bestehende Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten auf einen Käufer übertragen.
  • Ist ihr Marketingkonzept, Ihre Produktionsverfahren usw. noch aktuell.
  • Sind Patente, Lizenzen und Markenrechte auf einen neuen Eigentümer übertragbar.
  • Würde Ihr Management, ihre Fachkräfte und Leistungsträger auf einen neuen Unternehmenseigentümer mit Kündigung reagieren.
  • Gibt es langfristige Verträge, die ein neuer Eigentümer nicht kündigen kann, die aber zu einem hohen Fixkostenblock führen.
  • Lassen sich Firmenkredite und die Sicherheiten hierfür auf den Unternehmenskäufer übertragen.
  • Sind steuerliche Risiken zu erwarten.

Ein Käufer zahlt nur für die Unternehmensbestandteile, die sich auf Ihn übertragen lassen und die dann langfristig Gewinne generieren. Sie steigern Ihren Firmenwert wenn sich Ihr Unternehmen problemlos auf einen neuen Eigentümer übertragen lässt, es also marktgängig ist.

3. Präsentieren Sie Ihr Unternehmen transparent und fair in den Verkaufsverhandlungen: Keiner kauft die Katze im Sack. In der Regel reicht es nicht die letzte Bilanz auf den Tisch zu legen und einen Kaufpreis in den Raum zu stellen. Sie sollten die Höhe Ihres Kaufpreises durch ein Wertgutachten oder ein Unternehmenswertexposee plausibel begründen können – das schafft Vertrauen für die Verkaufsverhandlungen. So können Sie Ihre Preisvorstellungen in der Due Diligence Prüfung Ihres Käufers begründen. Und Ihr Käufer hat es leichter die den Kaufpreis finanzierenden Banken zu überzeugen - denn hohe Kaufpreise werden meistens vom Käufer fremdfinanziert.

Corinna Ahrendt Wirtschaftsprüferin in Leipzig Corinna Ahrendt, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin, Geschäftsführerin 3D GmbH
Wirtschaftsprüferin in Mannheim Barbara Hoffmann, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin, Geschäftsführerin 3D GmbH

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